Hintergrund­informationen

Foto eines Leuchtturms als Symbol für Orientierung

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Hintergrundinformationen

Hinweise für Autorinnen und Autoren:
Begründete Vorschläge für neue Stichwörter nimmt die Redaktionsgruppe gerne entgegen. Dabei sollte Ihr Vorschlag die beiden ersten und mindestens eines der drei folgenden Kriterien erfüllen:

Der vorgeschlagene Begriff

  • …passt zum bisherigen Gesamtprofil ( = „Konzepte, Strategien, Methoden“)
  • …ist sinnvolle Ergänzung für mindestens einen der 5 systematischen Bereiche
  • …ist relevant für die praktische/ politische Diskussion
  • ... ist relevant für die wissenschaftliche Diskussion
  • …dient der Information und Aufklärung über neue  Entwicklungen.

Bitte prüfen Sie, ob ähnliche oder angrenzende Begriffe bereits vorhanden sind.

Vorschläge, die mit Bezug auf diese Kriterien begründet sind, richten Sie bitte an den Redaktionsleiter Herrn Prof. Alf Trojan (trojan@uke.de). Die Redaktionsgruppe wird Ihren Vorschlag beraten und Ihnen baldmöglichst eine Rückmeldung geben.




Vorwort der Redaktionsgruppe

Die Idee zu einem umfassenden Gesundheitsförderungs-Glossar wurde im Jahr 1993 in der BZgA und im Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften (ZAG) Lüneburg entwickelt, im Rahmen der von beiden Einrichtungen seinerzeit gemeinsam durchgeführten Fortbildungslehrgänge zur Gesundheitsförderung. In diesen Lehrgängen zeigte sich ein großes Bedürfnis der teilnehmenden Fachkräfte nach Klärung von Begrifflichkeiten und Konzepten.

1994 beauftragte die BZgA daraufhin eine erste Redaktionsgruppe aus Peter Franzkowiak, Lotte Kaba-Schönstein, Manfred Lehmann und Annette C. Seibt.

Im Jahr 1996 erschien in erster Auflage das Glossar „Leitbegriffe der Gesundheitsförderung“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In 68 Stichworten stellten 13 Autorinnen und Autoren Grundbegriffe, Konzepte, Strategien und Bezugsdisziplinen der Gesundheitsförderung vor. Nach insgesamt vier Auflagen (1996, 1999, 2000, 2003) und anhaltender Nachfrage erteilte die BZgA Ende 2009 den Auftrag zu einer vollständigen Überarbeitung, Aktualisierung und Erweiterung des Glossars. Die Redaktionsgruppe der jetzt,  15 Jahre nach dem ersten Erscheinen, vorliegenden Neuauflage bestand aus Stephan Blümel, Peter Franzkowiak, Lotte Kaba-Schönstein, Guido Nöcker und Alf Trojan (Leitung).

Der vorliegende Band ist das Ergebnis eines fast zweijährigen Arbeits- und Redaktionsprozesses. Die 91 Leitbegriffe der Auflage von 2003 wurden einer kritischen Überprüfung auf konzeptionelle Relevanz und praktische Bedeutung unterzogen, teilweise zusammengefasst oder aufgegeben und insgesamt vollständig überarbeitet und aktualisiert. Ergänzend wurden 28 Begriffe aufgenommen. Mit ihrer Bearbeitung wurden zumeist externe Autorinnen und Autoren, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BZgA beauftragt. Die Zahl der beteiligten Verfasserinnen und Verfasser erhöhte sich auf 78, damit war auch eine erhebliche Erweiterung der fachlichen und professionellen Bandbreite aller Beiträge verbunden.

Die Zusammenstellung und Erarbeitung der nun 115 „Leitbegriffe“ soll dazu beitragen, die Vielfalt von Konzepten und Begrifflichkeiten in der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum zu systematisieren und übersichtlicher zu machen. Das Glossar soll interessierten Neu- oder Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern erste Orientierungsmöglichkeiten und Anregungen zur Vertiefung bieten. Es wendet sich auch an langjährig engagierte und erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die auf neue Anregungen durch die Konzepte, Modelle und Strategien der Gesundheitsförderung hoffen bzw. ihren eigenen Planungs-, Projekt- oder Forschungsalltag auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüfen möchten. Nicht zuletzt bietet das Glossar Lehrenden und Studierenden im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildung gebündeltes Hintergrundwissen und Orientierung.

Die Redaktionsgruppe ist sich bewusst, dass ein solcher Anspruch an vielen Stellen nur partiell eingelöst werden kann. Die Gesundheitsförderung befindet sich auch weiterhin, 25 Jahre nach der Ottawa-Charta von 1986, in einer stetigen Fortentwicklung. Die Ausgestaltung und das Verständnis der Leitbegriffe werden dabei auch von vielfältigen politischen, wissenschaftlichen und praktischen Interessen beeinflußt. Auch die 5. Auflage dieses Glossars ist ein fundiertes, aktualisiertes Zwischenergebnis und ab dem Zeitpunkt ihres Erscheinens auf ständige Überprüfung und kritische Bearbeitung angewiesen. Zu entsprechenden Anregungen und Hinweisen fordern wir alle Leserinnen und Leser ausdrücklich und herzlich auf.

Die ausführliche Aufnahme aller Handlungsbereiche und -formen der Prävention und Gesundheitsförderung hätte den Rahmen dieses Buches gesprengt. Wir verweisen für Überblicke auf die Begriffe „Gesundheitsförderung I“, „- VI“ und „Prävention“ und für die  vertiefte Beschäftigung auf das Lehrbuch für Gesundheitsförderung von Naidoo und Wills (überarbeitete, aktualisierte und durch Beiträge zum Entwicklungsstand in Deutschland erweiterte Neuauflage 2010, herausgegeben von der BZgA, erhältlich beim Verlag für Gesundheitsförderung: www.conrad-verlag.de). Dieses Lehrbuch und der Wegweiser der BZgA (www.wegweiser.bzga.de) sind komplementäre Werke („Dreiklang“ des Basiswissens für Gesundheitsförderung).

Die Auswahl von Begriffen, Konzeptionen und Erklärungsmodellen orientiert sich an thematischen Schwerpunkten, die den Stand der programmatischen Entwicklung in der Gesundheitsförderung von ihren Ursprüngen Anfang der 1980er Jahre bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt widerspiegeln sollen. Dazu wurde eine Systematik von fünf Bereichen gebildet, denen die Stichwörter zugeordnet sind (Mehrfachzuordnungen erscheinen in Kursivschrift).

  1. Allgemeine Grundbegriffe,
  2. Wissenschaftliche Perspektiven, Bezugsdisziplinen, Theorien und Modelle,
  3. Kernkonzepte und Entwicklungen der Gesundheitsförderung,
  4. Strategien, Handlungsansätze und Methoden,
  5. Strukturen, Settings und Zielgruppen.

Die Begriffe wurden entweder von den Mitgliedern der Redaktionsgruppe oder externen Fachkolleginnen und -kollegen bearbeitet. Die Verantwortung für die Auswahl und Benennung der Leitbegriffe sowie für die Rekrutierung der Autorinnen und Autoren hatte die Redaktionsgruppe. Die Schwerpunkte der Arbeit in der Redaktionsgruppe lagen in der kontinuierlichen inhaltlichen Koordination, Abstimmung und Querverbindung von Stichworten untereinander, bei der z.T. mehrfachen Überarbeitung oder Neupositionierung von Begriffen und der damit verbundenen Betreuung der Autorinnen und Autoren. Für die engagierte und kompetente Unterstützung bei allen damit verbundenen Aufgaben dankt die Redaktionsgruppe ganz herzlich Herrn Aruschan Wartumjan.

Die Stichworte sind alphabetisch angeordnet, um den lexikalischen Charakter eines Glossars zu gewährleisten. Jede Autorin und jeder Autor wird zum Anfang eines Stichworts namentlich ausgewiesen. Sie zeichnen verantwortlich für den Inhalt ihrer Beiträge. Querverweise auf andere Stichworte (zumeist verkürzt auf die ersten ein bis zwei Wörter der längeren Leitbegriffüberschrift) wurden großenteils von der Redaktionsgruppe eingefügt. Im gesamten Text wird dafür das Zeichen „>“ verwandt.
Die angegebenen Internet-Links wurden bis Ende 2010 gesehen, die redaktionelle Bearbeitung wurde Ende 2010 abgeschlossen. 2015/16 wurden die meisten Begriffe aktualisiert und überarbeitet.

Die Redaktionsgruppe war um Vollständigkeit, Aktualität und inhaltliche Abstimmung bemüht. Trotz der beträchtlichen Erweiterung der Stichworte und der größeren Bandbreite von Autorinnen und Autoren ist nicht auszuschließen, dass einzelne Konzepte oder Arbeitsbereiche nicht ausreichend berücksichtigt oder noch gar nicht bearbeitet sind. Eventuelle Lücken oder Mängel zu beheben, ebenso die Relevanz der in dieser Neuauflage nochmals erweiterten Leitbegriffe immer wieder kritisch zu überprüfen, bleibt Aufgabe der Weiterentwicklung dieses Glossars. Es ist vorgesehen, diese Weiterentwicklung (Aktualisierung und Ergänzung um neue Begriffe) kontinuierlich in der Internetversion  (http://www.bzga.de/leitbegriffe) fortzusetzen.

Stephan Blümel, Peter Franzkowiak, Lotte Kaba-Schönstein, Guido Nöcker, Alf Trojan




Neuausgabe 2011:

Das Glossar ist konzeptionell weiterentwickelt worden, dabei wurden neue Entwicklungen der Gesundheitsförderung berücksichtigt und das Handlungsfeld Prävention stark erweitert.

Die gedruckte Neuausgabe ist seit Juli 2011 beim Verlag für Gesundheitsförderung erhältlich..

Ebenfalls dort erhältlich ist der Ergänzungsband 2016.

Darin werden 30 Jahre konzeptioneller und praktisch-politischer Entwicklung der Gesundheitsförderung auf den aktuellen Stand gebracht.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung / Maarweg 149 - 161 / 50825 Köln / Tel +49 221 8992-0 / Fax +49 221 8992-300 /
E-Mail:
poststelle(at)bzga.de / E-Mail für Bestellungen von Medien und Materialien: order(at)bzga.de

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.