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Foto eines Leuchtturms als Symbol der Orientierung
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Herzlich willkommen bei den Leitbegriffen der Gesundheits­förderung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 
Leitbegriffe der Gesundheitsförderung

Glossar zu Konzepten, Strategien und Methoden in der Gesundheitsförderung

Im Glossar werden 115 zentrale Begriffe zum Thema Gesundheitsförderung definiert und erläutert. Die redaktionelle Bearbeitung wurde Ende 2010 zunächst abgeschlossen. Seit dem Frühjahr 2015 erfolgt eine Aktualisierung und Überarbeitung aller Leitbegriffe, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird.

Gerade im Handlungsfeld Gesundheitsförderung mit seinem interdisziplinären Bezug ist eine Einigung auf gemeinsame Begrifflichkeiten besonders wichtig. Das Glossar leistet einen Beitrag, Konzepte und Begrifflichkeiten in der Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum zu systematisieren und übersichtlicher zu machen. In der 2. Jahreshälfte wird darüber hinaus eine englische Übersetzung ausgewählter Stichwörter verfügbar sein.

Das Glossar soll interessierten Neu- oder Quereinsteigerinnen und Quereinsteigern erste Orientierungsmöglichkeiten und Anregungen zur Vertiefung bieten. Es wendet sich auch an langjährig engangierte und erfahrene Praktikerinnen und Praktiker, die auf neue Anregungen durch die Konzepte, Modelle und Strategien der Gesundheitsförderung hoffen bzw. ihren eigenen Planungs, Projekt- oder Forschungsalltag auf Verbesserungsmöglichkeiten überprüfen möchten. Nicht zuletzt bietet das Glossar Lehrenden und Studierenden im Rahmen von Aus-, Fort- und Weiterbildung Handreichungen und Orientierung.

 
Thematische Schwerpunkte des Glossars

Die Auswahl von Begriffen, Konzeptionen und Erklärungsmodellen orientiert sich an thematischen Schwerpunkten, die den Stand der programmatischen Entwicklung in der Gesundheitsförderung von ihren Ursprüngen Anfang der 1980er Jahre bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt widerspiegeln sollen. Dazu wurden fünf Begriffsfamilien gebildet, denen jedes Stichwort zugeordnet werden kann - mit zum Teil  durchaus beabsichtigt möglichen Mehrfachzuordnungen:

  • Grundlagen, Grundbegriffe, Strategien und Handlungsfelder der Gesundheits­förderung
  • Konzeptionelle und programmatische Vorläufer, Teilbereiche der Gesundheits­förderung sowie "Abgrenzungs­begriffe"
  • Wissenschaftliche Perspektiven und Erklärungs­modelle für Gesundheit und Krankheit
  • Theorien und Modelle zur Erklärung von präventiven und gesundheits­fördernden Veränderungen
  • Weitere wichtige Bezugs­disziplinen, Konzepte, Handlungs­strategien und wissenschaftliche Grundbegriffe

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Erklärungs- und Veränderungsmodelle I: Einstellungs- und Verhaltensänderungen

Annette C. Seibt

Die Entwicklung der Gesundheitserziehung und Prävention hin zur Gesundheitsförderung und deren Evaluationsforschung (Qualitätssicherung) ist rückblickend einen klar nachvollziehbaren Weg gegangen. Die ersten Modelle aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts mit dem Ziel, Verhaltensänderungen allgemein zu verstehen und durch Interventionen zu beeinflussen, bezogen sich auf ein kontext-loses Individuum (Modell der Gesundheitsüberzeugungen / Health Belief Modell; Attributionstheorie). Die chronologisch folgenden Modelle bzw. Theorien bezogen zusätzlich den Einfluss anderer Personen oder spezifischer Informationen (Theorie des Geplanten Verhaltens; Theorie der Schutzmotivation), und dann die Lebensweise und deren Determinanten, also das soziale und gesellschaftlich-kulturelle Umfeld und deren interaktive Dynamiken (Sozial-kognitive Theorie) mit ein. Diese späteren Modelle fokussierten zunehmend auf Vorhersagen (Prädiktionen) von Gesundheits- und Krankheitsverhalten.

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